Café International 2014

Auch im Jahre 2014 durften wir viele Menschen (mehr Frauen als Männer) unterschiedlicher Herkunft im Café begrüssen. Wir haben einiges über sie und ihr Schicksal erfahren, sei es bei unseren themenzentrierten Zusammenkünften (z.B. Fluchtgeschichten und viele mehr) oder einfach sonst im Gespräch. Zusätzlich konnte Kulturelles und Wissenswertes aus der Schweiz an sie weitergegeben werden. Es gab einzelne Besucherinnen welche eine Weile regelmässig kamen und wir sie dann plötzlich aus den Augen verloren. Wir freuen uns für die, welche eine Arbeitsstelle gefunden haben und fragen uns wie es denjenigen geht, von denen wir einfach gar nichts mehr hörten und sahen.

Der Ausflug im Frühling führte uns mit dem Bus nach Hittnau und von da zu Fuss auf’s Rosinli. Für manche ungeübten und/oder kurzen Beine eine Herausforderung, welche aber von allen mit Bravour gemeistert wurde. Nach dem Picknick wurde die lange Rutschbahn nach anfänglichem Respekt rege benutzt. Den grössten Mut mussten wohl die Erwachsenen aufbringen. Nach dem „Glacé-Essen“ hiess es nochmals ein gutes Stück laufen, ehe uns der Bus und Zug wieder nach Pfäffikon brachte.

In den Herbstferien gingen wir in die wunderbare Natur des Waldes, der gleich vor unserer Haustüre liegt. Am Tössweiher haben wir auf dem Feuer gekocht. Die grossen Mädchen waren ganz enttäuscht, als sie auf ihre Frage hin erfuhren, dass sie ein ganzes halbes Jahr auf den nächsten Ausflug warten müssen.

Der Dezember hat uns dann zum Jahresabschluss astronomisch hohe Besucherzahlen (über 20 Teilnehmende) geschenkt. Zum Glück hatte es genug Teig, so dass jeder sich einen „Gritibänz“ formen konnte. Später kam der Samichlaus und erzählte den Kindern eine Geschichte. Danach musste er erfahren, wie gut reifere Männer bei Frauen ankommen. Er durfte mit mancher sympathischer Frau für ein Foto posieren. Das Café International-Jahr wurde dann am 19. Dezember beim „guetzlä“ mit vielen helfenden Händen, grosse und kleine, in der Küche und beim Ausstechen beendet. Das eine oder andere Schweizer-Rezept hat Einzug in ausländische Haushalte gefunden. Aus der Winterzeit ist besonders der Fondueabend für einige in besonderer Erinnerung. Mit etwas Tüftelei hat es Bettina geschafft, ein schmackhaftes Fondue ohne Alkohol zuzubereiten, so dass es auch von Muslimen bedenkenlos genossen werden konnte.

Auch im zweiten Halbjahr organisierten wir das bewährte Kochen; es wurde malaysisch, persisch, dominikanisch und chinesisch gekocht und genossen. Daneben setzten wir einen weiteren Schwerpunkt, nämlich andere Vereine unseren Gästen näher zu bringen, indem sich die Vereine vorstellten. Dabei wurden die Vereinsvertreterinnen und -vertreter mit Fragen durchlöchert, aber auch sie hatten ihrerseits viele Fragen an unsere Gäste. Die Begegnungen waren durchwegs spannend und von gegenseitigem Interesse und Wohlwollen geprägt. Es waren dies der Samariterverein, der Natur- und Vogelschutzverein sowie der Gemeinnützige Frauenverein. Wir hatten nicht nur Besuch, wir gingen auch selber mal zu Besuch, nämlich in die Freizeitwerkstatt.

Ein Novum und ein voller Erfolg war das Räbeschnitzen im Café, andere Aktivitäten aus der hiesigen Kultur haben im Café bereits Tradition. Beim Adventskranzen ohne Kinder entstehen jeweils richtige Kunstwerke. Beim Gritibänze- backen sind dann Kinder und Erwachsene gleichsam kreativ und der Samichlaus hat bei Gross und Klein Starstatus und muss für manches Foto posieren.

Das Café International Jahr schlossen wir mit Guetzle ab.

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